Radtouren

 

Jedes Jahr findet sich eine Reihe von Sängern zusammen, um sich gemeinsam auf eine mehrtägige Radtour zu begeben.

1992 hat alles begonnen, als 4 Sänger zur Skitour ins Kleinwalsertal fuhren. Bei dieser Tour wurde beschlossen, 1993 eine Radwanderung durchzuführen. Als dies im Chor bekannt wurde, meldeten sich spontan 7 Sänger, um an dieser Tour teilzunehmen. Mittlerweile ist die jährliche Radtour ein fester Bestandteil im Chorleben.

Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Touren und Erlebnisse;:

Radtour 1993

Die erste Radtour, die als kleiner Einstieg gedacht war, führte ins Münsterland, wo ein Teil der 100-Schlösser-Route abgefahren wurde.
 

Radtour 1994

In diesem Jahr führte die Tour den Main entlang, von Bamberg nach Aschaffenburg.

Radtour 1995

Die 5-Flüsse-Rundfahrt, die uns an der Pegnitz, der Vilz, der Naab, der Donau und der Altmühl entlang führte, war wunderschön. Start war in Neumarkt in der Oberpfalz.

Radtour 1996

Es war der Wunsch einiger Sänger, in diesem Jahr den Neckar entlang zu radeln, was auch von der Quelle bei Villingen-Schwenningen bis zur Mündung in Mannheim gelang.

Radtour 1997

Inzwischen waren wir 10 Sänger und die Radtour führte uns von Aschaffenburg nach Regensburg. Hierbei waren die Flüsse Main, Tauber, Altmühl und die Donau unsere Weggefährten.

Radtour 1998

Es ging ins Emsland. Von Rheine aus starteten wir mit unseren Rädern als Rundtour entlang der Ems über Lingen, Meppen, Papenburg, Haselünne und zurück nach Rheine. Gerne erinnern wir uns an eine sonntägliche Betriebsführung von Herrn Berentzen, dessen Familie in Haselünne eine Brennerei betreibt.

Radtour 1999

Eine ausgedehnte Niederrhein-Rundfahrt stand auf dem Programm. Es war die erste Tour, die ohne Eisenbahnfahrt stattfand. Von und nach Dürscheid wurde geradelt, über den Rhein immer gen Westen. Anschließend fuhren wir nördlich, über Viersen, Geldern, Xanten bis nach Kalkar. Über Moers, Krefeld, immer den Rhein entlang, ging es zurück in die Heimat.

Radtour 2000

Wir hatten uns die Donau vorgenommen. Die erste Etappe begann an der Quelle in Donaueschingen und führte uns bis nach Ulm. Von dort aus machten wir mit der Bahn einen Abstecher nach Oberstdorf und radelten die Iller entlang zurück nach Ulm.

Radtour 2001

Die 2. Etappe des Donauradweges führte uns von Ulm nach Passau.

Radtour 2002

Die 3. Etappe des Donauradweges startete in Passau und führte über Wien bis Hainburg an der slowakischen Grenze. Besonderes Highlight war ein Auftritt mit einigen geistlichen Liedern im Stephansdom in Wien. Von Wien ging es im Nachtzug zurück nach Köln.

Radtour 2003

Da der Main für jeden Radfahrer ein Muss und immer interessant ist, wurde er nochmal ausgewählt. Wir radelten von Kulmbach nach Aschaffenburg.

Radtour 2004

Ein Klassiker stand auf dem Programm. Wir radelten die Weser entlang von Hann.-Münden über Höxter, Hameln, Minden, Nienburg, Bremen bis Bremerhaven. Ein Abstecher ins westliche Marschland rundete die Tour ab. Von Bremerhaven fuhren wir mit dem Zug zurück nach Köln.

Radtour 2005

Wie schon 1995 wurde vom 14. – 20.06.05 die Fünf-Flüsse-Tour geradelt. Von Kümmersbruck (bei Amberg) ging es über Hersbruck, Neumarkt, Nürnberg, Freystadt, Dietfurth, Kelheim, Mariaort, Regensburg zurück nach Amberg, wo wir uns abends mit einigen Sängern aus Kümmersbruck trafen. An diesen Tagen lernten die Radler die Flüsse Pegnitz, Altmühl, Donau, Vilz und Naab kennen.

Radtour 2006

Vom 13. - 19.06.06 radelten wir entlang der Flüsse Saar, Mosel und Rhein. Wir starteten in Saarbrücken und folgten der Saar bis zur Mündung in Konz. Mit dem Fahrradtaxi ließen wir uns nach Perl bringen, um dem deutschen Teil der Mosel bis zur Mündung in Koblenz zu folgen. Von dort ging es rheinabwärts bis nach Hause. Bei herrlichem Sommerwetter radelten wir insgesamt gute 500 km.
Teilnehmer: Adams, Brücker, Hoffmann (Organisator), Kamp, Kurth, Lückgen, Müller, Paas, Seibert, Sohler, Gast: Fischer.

Radtour 2007

Vom 24. - 29.08.07 führte uns die diesjährige kleine Jubiläumstour (15. Radtour) entlang der Deutschen Fehnroute (Teilstrecke) und der Internationalen Dollardroute, die wir nahezu komplett absolvierten. In Nieuweschans fuhren wir über die Grenze nach Holland. Zu Beginn hatte unser Organisator - Jupp Hoffmann - eine Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg organisiert, was großen Anklang fand und für viel Gesprächsstoff sorgte. Bei sonnigem, teils auch bedecktem, aber insgesamt stabilem Wetter radelten wir ca. 340 km. Glücklicherweise gab es keine Pannen oder Disharmonien.
Teilnehmer: Adams, Brücker, Hoffmann (Organisator), Kamp, Kurth, Müller  (3 Tage), Paas, Seibert, Sohler, Wilke.
Gäste: Fischer, Hüsch.

Radtour 2008  Elbe-Radweg 22.08. - 28.08.08

Entgegen der überwiegend gewählten Fahrtrichtung, flußabwärts zu radeln, hatte das Organisationsteam E. Brücker / K. Kamp den Start in die Lutherstadt Wittenberg gelegt, um von dort flußaufwärts über Torgau, Riesa, Kötzchen Broda (besonders schön) nach Dresden zu radeln. Der sächsischen Landeshauptstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten galt natürlich die besondere Aufmerksamkeit, weshalb hier auch drei Übernach- tungen eingeplant waren. Stadtrundfahrt, Frauenkirche und Semperoper waren natürlich ein Muß, für viel mehr fehlte einfach die Zeit. In einer herrlichen Tagestour radelte die Gruppe von Dresden aus über Schloß Pillnitz durch die wunderschöne Landschaft des Elbsandsteingebirges bis Bad Schandau und weiter bis Hrensko in Tschechien, wo der dortige, außergewöhnlich große Markt besucht wurde. Nach 6-tägiger Fahrt mit knapp 300 km waren sich die Teilnehmer einig, daß die 16. Radtour ein besonderes Highlight war.
Teilnehmer: Adams, Brücker, Hoffmann, Kamp, Kurth, Lückgen, Müller, Paas, Sohler.
Gäste: Fischer, Hüsch.

Radtour 2009  Isar-Radweg 21.08. - 27.08.09

Als Freund edler Biergartenkultur hatte Cheforganisator Jupp Hoffmann unsere diesjährige Radtour ins Land der Bayern gelegt. Im Grenzort Scharnitz beginnt der Isar-Radweg, der über mehr als 300 km mit der Mündung in die Donau in Deggendorf endet.  Unsere Gruppe startete in Mittenwald. Leider war es regnerisch, sodass wir den ansonsten traumhaften Ausblick auf das Karwendel- und Wettersteingebirge nicht genießen konnten. Wir radelten bis Plattling, vorbei oder durch wunderschöne bayrische Städte wie Lenggries, Bad Tölz, Wolfrats- hausen, München, Freising, Moosburg, Landshut, Dingolfing, Landau. In Plattling hatten wir zwei Übernachtungen, so dass wir als Krönung von hier aus das Isarmündungsgebiet um Deggendorf, eine prachtvolle Auenlandschaft mit einem interessanten Infozentrum, ohne Gepäck in einer herrlichen Tagestour erkunden konnten. Alle Teilnehmer waren sich einig darin, wieder eine hervorragend organisierte Radtour mit viel Spaß, auch technischen Pannen, erlebt zu haben. An- und Rückreise erfolgten per Bahn. Dass Radeln auch süchtig machen kann, zeigte die kurzfristige Entscheidung im Zug, den Heimweg von Köln aus nicht per Bahn, sondern per Rad fortzusetzen.
Teilnehmer: Adams, Brücker, Hofer, Hoffmann, Hüsch, Kamp, Kurth, Lückgen, Müller, Paas, Sohler.
Gast: Fischer.

Radtour 2010  Friedrichshafen - Freiburg  25.06. - 01.07.2010

Das "Schwäbische Meer" ist immer eine Radreise wert. Die unzähligen Dörfer und Städte, die Burgen und Schlösser, Klöster, Kirchen und Landsitze inmitten der herrlichen Bodenseelandschaft und des Hochrhein- Gebiets bis hin zum Kaiserstuhl waren in diesem Jahr unser Ziel. Bei hochsommerlichen Temperaturen starteten wir in Friedrichshafen, um nach einer kurzen Einrollrunde noch bis Meersburg zu radeln. Der nächste Tag begann mit der Überfahrt nach Konstanz. Von dort aus ging es über gut ausgebaute Radwege, die meist in Ufernähe verliefen, die Unter-Bodenseeregion und anschließend das Hochrhein-Gebiet zu erkunden. Über Stein a.R., Schaffhausen, Laufenburg, Bad Säckingen, Basel, Weil a.R., ging es nach Müllheim. Nicht weit von hier wohnt unser ehemaliges Chormitglied Siegfried Spangenberg, mit dem wir uns verabredet hatten, und der uns auf der Terrasse des Bürgerhauses empfing. Wir verbrachten einige gesellige Stunden zusammen, bevor es weiterging Richtung Kaiserstuhl, den wir umrundeten. Am letzten Tag hatten wir nur noch eine relativ kurze Strecke per Rad zu bewältigen: Von Endingen bis Freiburg. Von hier ging es per Bahn zurück nach Hause. Es war wieder eine tolle, gut organisierte Radtour, aus der wir viele Eindrücke mitnehmen: Den  jugendlichen Rhein mit dem berühmten Rheinfall, das liebliche Markgräfler Land, den herrlichen Blick auf die Kulturmetropolen Basel und das sehenswerte Freiburg. Es gab viel Spaß unterwegs, erfreulicherweise keine nennenswerten technischen Pannen.
Teilnehmer:  Adams, Brücker, Hofer, Hoffmann (Organisator), Hüsch, Kamp, Müller, Paas, Marcus Seibert, Sohler.              
Gast: Fischer.


Radtour 2011  Inntal-Radweg - Innsbruck bis Passau 08.07. - 15.07.2011

Es war schon eine große Herausforderung, den Inntal-Radweg von Innsbruck bis Passau zu radeln. Um die Tagesetappen nicht zu groß werden zu lassen und um die lange An- und Abreise bewältigen zu können, hatten wir in diesem Jahr eine volle Woche zur Verfügung. Trotzdem mussten auch Etappen zwischen 80 und 100 km bewältigt werden, um die Strecke zu schaffen. Aber alles blieb im grünen Bereich. Vorgeschaltet war ein Kurzaufenthalt in Murnau am Staffelsee, den wir zum Einradeln rund um den See nutzten. Am nächsten Morgen ging es schon früh mit der Bahn weiter nach Innsbruck, wo unser eigentliches Abenteuer begann. Das Bergpanorama des Karwendelgebirges und des Werdenfelserlandes begleiteten uns. Von Rosenheim aus unternahmen wir einen Abstecher vom Inn an den Chiemsee, den wir je nach Interessenlage ganz oder zur Hälfte umradelten. Zum Relaxen wurde eine Schifffahrt quer über den See angeboten, die einige nutzten. Das Seehotel Seeblick war vor Ort genau die richtige Lokation, um Essen und Trinken und den Chorgesang zu verbinden. Die Hausgäste bedachten unsere Darbietungen mit Applaus und noch beim morgendlichen Frühstück mit viel Lob. Am nächsten Tag radelten wir nach Rosenheim zurück. Sehenswerte Städte am Inn waren neben Innsbruck, Kufstein, Rosenheim, Wasserburg mit seiner auf einer Halbinsel des Inns liegenden Altstadt, Marktl als Geburtsstadt des Papstes und nicht zuletzt Passau, von wo es per Bahn mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen zurück nach Hause ging. Es war wieder eine bestens organisierte Fahrt unseres Sangesbruders Jupp Hoffmann, der nicht nur für gute Unterkünfte, sondern auch für sonniges Wetter gesorgt hatte. Ein, zwei Gewitter, die unsere Regenumhänge erforderlich machten, spielten dabei keine Rolle. Auch verlief ein Sturz von Wolfgang Paas bei der Durchfahrt eines regengefüllten Schlaglochs glimpflich. Darüber hinaus hatte er an anderer Stelle noch den Verlust seiner Luftpumpe zu verkraften. Peter Kurth's Probleme waren die seiner Schaltung. Eine Reparatur vor Ort war leider nicht möglich, so dass für ihn ab Marktl leider nur die Fahrt per Bahn übrig blieb. Reinhold Kappenstein, der als Gast mitfuhr, und Hobbyornithologe ist, hatte es besonders das Naturjuwel "Europareservat Unterer Inn" als Paradies für etliche Vogelarten angetan. Trotz einiger technischer Probleme radelten wir auf unserer 19. Radtour immerhin knappe 500 km.
Teilnehmer:  Adams, Hofer, Hoffmann, Hüsch, Kurth, Lückgen, Müller, Paas, Sohler.                          
Gäste:  Fischer, Kappenstein.

Radtour 2012   Ruhrtal-Radweg - Winterberg bis Duisburg - 15.06. – 21.06.12

An der Stelle, wo die Ruhr entspringt, begann in unserem Jubiläumsjahr die 20. Radtour. Wir starteten an der Quelle in Winterberg. Am Fluss entlang, über den Ruhrtal-Radweg, ging es weiter durch das Sauerland. Wir kamen an Meschede, Arnsberg und Schwerte vorbei. Ein Abstecher an die Lenne, wo wir in Altena übernachteten, brachte der Tour die noch fehlenden Kilometer. Weiter ging es über Witten und Hattingen nach Duisburg. Dort wo die Ruhr in den Rhein mündet, hatten wir unser Ziel erreicht und dies auch fotografisch dokumentiert. Planung und Ausarbeitung hatte wieder mal Franz-Josef Hoffmann übernommen und einwandfrei hingekriegt, nur die Sache mit dem Wetter wäre noch verbesserungswürdig gewesen.
 
Teilnehmer: Adams, Dehler, Hofer, Hoffmann, Hüsch, Kamp, Kurth, Lückgen, Paas, Sohler.

Gast: Fischer
 
Radtour 2013   Werra-Radweg - Fehrenbach bis Hannoversch Münden - 05.07. – 11.07.13

In diesem Jahr gab unser Tourenplaner Jupp Hofmann erstmals die Organisation in fremde Hände.

Übers Internet fand er ein Team, das sich professionell auf Fahrradtouren in Thüringen spezialisiert hat. Zu deren Service gehört auch der Verleih von Elektrorädern. War im letzten Jahr erstmals eines dieser E-Bikes mit uns unterwegs, hatten sie dafür gesorgt, dass diesmal drei unserer Mitfahrer auf solch ein Gerät umstiegen.

Individuell für uns geplant war früh morgens die Abholung in Lützenkirchen und Opladen. Mit zwei Kleinbussen und einem Anhänger, auf dem unsere Räder transportiert wurden, brachte man uns zu unserem Ausgangspunkt.

Einen Wanderer-Rastplatz 3 km vor der Quelle. Doch keine fünf Minuten nach unserem Start sorgte schon die erste Reifenpanne für eine Stunde Aufenthalt.

An der Werraquelle Fehrenbach angekommen, wurde sofort das obligatorische Gruppenfoto aufgenommen. Dann waren vor allem die Bremsen gefragt, denn es ging straff bergab bis nach Meiningen unserem ersten Etappenziel.

Abends fanden wir uns dort mit tausenden anderen Besuchern beim Stadtfest wieder. Bei diesem feiern die Meininger ihre Leibspeise, den Thüringer Kloß.

Die Nacht verbrachten wir in einem Hotel, in dessen historischen Gemäuern ehemals ein Gefängnis untergebracht war.

Nach dem Frühstück ging es weiter. Es kamen immer wieder Orte, die zum Verweilen eingeladen hätten, nur, dann kommt man gar nicht vom Fleck. Also beließen wir es beim Schauen während der Fahrt. Ein luxuriöses Kurhotel direkt am See empfing uns am Nachmittag in Bad Salzungen.

Am nächsten Tag wurden wir für längere Zeit ausgebremst. Ein Warnschild „Fahrradweg vorübergehend nicht befahrbar“ wurde von uns ignoriert. Umgestürzte Bäume, die unseren Weg blockierten und eine weitere Reifenpanne waren das Ergebnis. Hier hatte das Hochwasser von Anfang Juni seine Spuren hinterlassen.

Bald war schon von weitem unser nächstes Ziel zu sehen. Der „Monte Kali“ in Heringen, in dessen Schatten wir übernachteten. Diese Steinsalzhalde verdankt ihre Entstehung dem Kalibergbau.

Strapaziös begann die Tour am nächsten Tag. Für einen Abstecher nach Eisenach verließen wir die eigentliche Route. Steile Waldwege verlangten, dass wir von den Rädern absteigen und schieben mussten. Der Lohn dafür war eine Besichtigung der Wartburg schon zur Mittagszeit. Anschließend auch das Bachhaus in der Innenstadt. Dieses Museum ist dem im Eisenach geborenen Komponisten Johann Sebastian Bach gewidmet und dadurch gerade für uns Sänger sehenswert gewesen.Am nächsten Morgen stand ein weiterer Höhepunkt an. Eine Führung durch das dortige Fahrzeugmuseum. Es bot uns einen Überblick über die Geschichte des Eisenacher Automobilbaus.

Anschließend ging es zurück nach Hörschel, wo wir wieder den Werratalradweg vorfanden.

Am späten Nachmittag erreichten wir in Eschwege unser Quartier. Nachdem dort das Gepäck abgeladen war, stand einem Stadtbummel mit anschließender Einkehr nichts mehr im Wege. Mit dem nächsten Morgen begann der letzte Tag unserer Reise. Bad Sooden-Allendorf, das wir eigentlich nur durchfahren wollten, nötigte uns angesichts der prachtvollen Fachwerkhäuser in der Innenstadt eine längere Pause ab.

Weiter ging es vorwiegend mit Sichtkontakt zum Fluss bis nach Hannoversch Münden. Nachdem wir dort unsere Pension gefunden hatten, radelten wir weiter zu der Stelle, an der sich Fulda und Werra zur Weser vereinen. Selbstverständlich, dass an diesem markanten Punkt auch wieder ein Gruppenfoto aufgenommen wurde. Nach einem Stadtbummel ging es zurück zum Hotel, wo die Fahrt bei einem Bier nochmals rekapituliert wurde.

Nach dem Frühstück, das am kommenden Morgen mit einem Glas Sekt endete, wurden wir wieder abgeholt und wohlbehalten nach Hause gebracht.
 
Teilnehmer: Adams, Dehler, Hofer, Hoffmann, Hüsch, Kamp, Kurth, Lückgen, Paas, Sohler.

Gast: Fischer

Radtour 2015 Unstrut-Saale-Radweg  Leinefelde bis Bernburg 05.06. bis 11.06.15
 
In diesem Jahr sollten es die neuen Bundesländer noch mal sein.

Aber nicht nur deshalb kamen wir bei unserer Planung auf das Gebiet der Unstrut / Saale. Das Unstrut-Saale Gebiet ist das einzige Weinanbaugebiet in den neuen Bundesländern. Und wo es Wein gibt, stimmt meistens auch die nötige Infrastruktur, um gemütlich radeln und wohnen zu können.

Wir hatten uns nicht geirrt. Der gut ausgebaute Unstrut-Radweg verbindet die Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Ab Naumburg geht es dann an der Saale entlang weiter.

Wie schon vor zwei Jahren nutzten wir für die An- und Abreise einen Shuttle-Service, der uns nach Leinefelde brachte und auch am Ende unserer Tour von Bernburg wieder abholte. Im Gegensatz zur Bahnreise, die je Strecke mindestens ein dreimaliges Umsteigen erfordert hätte, war die Anreise per Bus praktisch und bequem.

Von Leinefelde aus machten wir uns auf zur Unstrut-Quelle, unserem Ausgangspunkt. Das Wetter war heiß und für die Folgetage war keine Änderung in Sicht. Bei diesen herrlichen Bedingungen machte das Radeln besonderen Spaß. Leider mussten wir bis Mühlhausen, unserem ersten Quartiersort, auf Gaststätten verzichten. Es gab sie zwar, aber sie waren alle geschlossen. Es war eine makabere Situation, Greifvögel kreisten über uns, eiserne Getränkevorräte wurden schnell aufgebraucht, und das Unverständnis für diese Situation wuchs in der Gruppe.

Trotz allem kamen wir wohlbehalten in Mühlhausen an, einem Ort, der uns mit guter Infrastruktur, vielen Fachwerkbauten und alter Stadtmauer erfreute.

So wie hier sind noch zahlreiche Orte an der Unstrut mit alten historischen Stadtbefestigungen versehen. Übernachtungen in Sömmerda und Nebra folgten. Auch Bad Langensalza wurde besucht.

Ein besonderes touristisches Highlight in dieser Region ist die berühmte Himmelsscheibe von Nebra. Hierbei handelt es sich um eine ca. 30 cm große Metallplatte mit goldenen Applikationen aus der Bronzezeit. Sie ist um 1600 v. Chr. entstanden und gilt somit als älteste konkrete Himmelsdarstellung mit Sonne, Mond und Sternen. Gefunden wurde sie erst 1999.

Auf unseren mittlerweile 23 Radtouren haben wir in punkto Unfällen oder Radschäden schon einiges erlebt. Aber einen Lenkerabruch ist neu in dieser Sammlung. Wolfgang Paas hatte es beim Aufsteigen fertig gebracht, dass er plötzlich seine rechte Lenkerhälfte in Händen hielt. Sie war glatt abgebrochen. Gott sei Dank blieb er von einem Sturz verschont. War das ein Wink, nun doch das in die Jahre gekommene Oldtimer-Rad endlich mal abzulegen? Es kann so gedeutet werden.
Ein gebrauchter Lenker wurde beschafft und montiert.

Bevor wir nach einer kurzweiligen jedoch erlebnisreichen Fahrt inmitten eines wunderschönen Weingebiets bei der Mündung der Unstrut in die Saale ankamen, hatten wir sonntags noch eine Einladung zum Grillen von Wolfgangs Schwager in Artern. Er hatte Tags zu vor Geburtstag gefeiert und noch genügend Getränke- und Speisevorräte, um uns zu bewirten. Hierbei half Beate Paas, die auch angereist war, und die uns am Eingang der Kleingartensiedlung mit großem Hallo empfing. Alle fühlten sich wohl, trotz Honny-Portrait an der Zeltstange.

Nach gut zwei Stunden Aufenthalt ging es weiter. In Freyburg besuchten wir die renommierte Sektkellerei Rotkäppchen. Bei einem Pikkolo ließen wir die recht große Anlage auf uns wirken. An der Saale wurde es anstrengender. Es gab Baumaßnahmen, die zu einigen Umleitungen führten. In Weißenfels, unserem ersten Quartiersort an der Saale, gab es noch das "dunkle" Deutschland zu sehen. Hier war der Soli über weite Strecken noch nicht auszumachen. Uralte Pflasterstraßen und leer stehende Straßenzüge waren das Kontrastprogramm zum bisherigen Tourverlauf. Hier kann wohl nur noch in weiten Teilen die Abrissbirne weiterhelfen.

Bernburg, unserer letzter Übernachtungsort, den wir über Merseburg, Leuna und Halle erreichten, war dagegen wieder sehr historisch und schön geprägt. Fast die gesamte mittelalterliche Mauer um die Alt- und Neustadt ist erhalten geblieben. Sie bildet zu den restaurierten Häusern der Stadt ein sehenswertes Ensemble. Wie die Hinfahrt verlief die Rückfahrt ab Bernburg stressfrei mit unserem Shuttle-Service.

Die knapp 400 km lange Radtour war ein Erlebnis für alle.
 
Teilnehmer: Adams, Dehler, Fischer (Gast), Hofer, Hoffmann, Hüsch, Kamp, Kurth, Paas, Marcus Seibert, Sohler

Radtour 2016 von der Lahnquelle bis nach Leverkusen

Da es nicht einfach war einen gemeinsamen Termin für diese Tour zu finden, hatte sich der Beginn unserer Fahrt sehr hinausgezögert. In diesem Jahr fuhren wir daher erst vom 23. bis zum 29. September. Im Nachhinein erwies sich dies jedoch als Glücksfall, da der eigentliche Sommer sehr verregnet war. Wir konnten indessen bei bestem Fahrradwetter einige der letzten schönen Tage des Jahres genießen. Nicht ein Tropfen Regen ist während der gesamten Tour gefallen.

Zur Anreise hatte Klaus Adams, der auch diesmal wieder die gesamte Planung übernommen hatte, nochmals das Shuttle-Unternehmen von Bernd Midden aus Leverkusen verpflichten können. In einem sehr komfortablen Reisebus brachte er uns von Lützenkirchen nach Lahnhof zur Lahnquelle. Unsere zehn Fahrräder fanden in seinem Anhänger ausreichend Platz. Fünf dieser Räder waren bereits Elektro-Räder, die übrigen fünf Fahrer strampelten auf althergebrachter Weise. Die Ausgewogenheit dieses Verhältnisses kippte am 4. Tag, als Ludwig Sohler zu uns stieß. Auch er hatte in diesem Jahr auf E-Bike umgesattelt. Ein Vorteil dieser Räder ist jedoch, dass keine Gruppenbildung mehr stattfindet. Jeder Fahrer kann sich dem allgemeinem Tempo anpassen. So verlief die gesamte Fahrt ausgewogen und harmonisch. Und drohte mal ein Tag ab und an etwas eintönig zu werden, sorgten platte Reifen, eine Schürfwunde und ein mehrmals abfallendes Pedal für etwas Abwechslung.

An der Lahnquelle angekommen, staunten wir nicht schlecht, da wir anstelle eines munter sprudelnden Quellsteins einen grünen Algentümpel vorfanden, der als Quelle der Lahn deklariert wurde. Vor dem eigentlichen Start gönnten wir uns noch einen Kaffee, dann ging`s los. Über 60 km lagen an diesem Tag noch vor uns, ehe wir das erstes Quartier in Marburg-Cappel erreichten. Am nächsten Vormittag besuchten wir die Altstadt von Marburg und hatten dort das Glück, ein Begrüßungskonzert zum Landesposaunentag anschauen zu können. Daher dauerte unser Aufenthalt dort etwas länger als geplant.

Gießen, Wetzlar, Limburg und Bad Ems waren weitere historische Städte, die an der Strecke lagen und in den nächsten Tagen von uns auch besichtigt wurden. Ebenso das Kloster Arnstein, bei Nassau, an dem wir uns nach einer steilen Berganfahrt eine längere Pause genehmigten.

In Lahnstein endete am fünften Tag unserer Fahrt der Lahn-Radweg. Nach ca. 290 km mündet hier die Lahn in den Rhein. Über Koblenz ging es auf dem Rhein-Radweg weiter. Bedauerlicherweise ist uns hier ein Mitfahrer abhanden gekommen. Da dieser ein beharrlicher Handy-Verweigerer ist, fanden wir erst abends in unserem Quartier wieder zueinander. An den letzten zwei Tagen führte uns die Tour an den Städten Unkel, Bad Honnef und Königswinter vorbei und über Köln dann wieder nach Hause. Wie jede Tour endete auch diese mit Diskusionen über die Länge der gefahrenen Gesamtstrecke, da unterschiedliche Tachoanzeigen (verursacht durch Umwege oder Abkürzungen einzelner Fahrer, oder auch vergessenes Anbringen des Messgerätes am Morgen) dann auch unterschiedliche Endergebnisse bringen können. Bei unserer letzten Rast in Köln-Deutz, bei Oktoberfest-Weißwurst und Kölsch, wurde sich auf ca. 430 gefahrene Kilometer geeinigt. Außerdem konnte uns Klaus Adams auch schon Anregungen für die Fahrt im nächsten Jahr vortragen und somit Vorfreude erzeugen.

 

Allgemeines

Die Radreisen der Sänger dauern 6 Tage. Die Gruppe ist stets bemüht, stimmlich gut besetzt zu sein, um  unterwegs einige Lieder darbieten zu können, besonders abends beim gemütlichen Beisammensein. Auf den Geschmack gekommen? Dann bitte umgehend unseren Sangesbruder anrufen:
Franz-Josef Hoffmann - Tel. 02171/54314